Poster Slam
Informationen zur Vorbereitung Ihres Slam Beitrags
Allgemeines:
Bei einem wissenschaftlichen Poster Slam geht es darum, ein wissenschaftliches Thema – meistens basierend auf einem eigenen Forschungsprojekt – kurz, verständlich und unterhaltsam zu präsentieren. Dabei wird ein Poster (wie bei einer klassischen Posterpräsentation auf einer Konferenz) mit einem mündlichen Kurzvortrag kombiniert.
Zur Jahrestagung stehen pro Beitrag 2 Minuten Präsentationszeit zur Verfügung.
Hier die wichtigsten Merkmale:
- Inhalt: Vermittlung einer wissenschaftlichen Fragestellung, Methodik und Ergebnisse – oft aus einer Abschlussarbeit, Dissertation oder einem Forschungsprojekt.
- Ziel: Das Publikum soll das Thema schnell erfassen können, ohne Spezialwissen mitbringen zu müssen.
- Stil: Klar, prägnant und oft kreativ oder humorvoll, ähnlich wie bei einem Poetry Slam, aber eben mit wissenschaftlichem Inhalt.
- Publikum: Häufig interdisziplinär – also Menschen aus verschiedenen Fachrichtungen.
- Bewertung: Bei Wettbewerben bewertet entweder eine Jury oder das Publikum die besten Beiträge.
Es ist also eine Mischung aus wissenschaftlicher Kommunikation und unterhaltsamem Kurzvortrag.
Anleitung zum Aufbau
🔶 1. Einstieg – Der „Hook“ (ca. 20 Sekunden)
- Starte mit etwas, das Aufmerksamkeit erregt: eine provokante Frage, ein Witz, ein Aha-Effekt oder eine kleine Geschichte.
- Ziel: Das Publikum emotional oder intellektuell abholen, neugierig machen.
Beispiel: „Wusstest du, dass Bienen Mathe können? Nein? Ich auch nicht – bis ich angefangen habe, mich mit neuronalen Netzwerken bei Insekten zu beschäftigen.“
🔶 2. Problemstellung & Relevanz (ca. 20 Sekunden)
- Was ist das Ziel deiner Forschung?
- Warum ist das Thema wichtig oder spannend – auch für Laien?
- Vermeide Fachjargon – oder erkläre ihn einfach und anschaulich.
„Wir wissen erstaunlich wenig darüber, wie sich Mikroplastik in Flüssen verhält – und das, obwohl wir es ständig einatmen oder trinken könnten.“
🔶 3. Methoden (kurz & verständlich!) (ca. 20 Sekunden)
- Wie bist du vorgegangen?
- Halte dich kurz und anschaulich – gerne mit Vergleichen oder Bildern im Kopf.
„Ich habe über 200 Wasserproben analysiert – mit einem Verfahren, das man sich wie ein feines Teesieb vorstellen kann, nur in Hightech.“
🔶 4. Ergebnisse (Kernteil, ca. 45 Sekunden)
- Was hast du herausgefunden?
- Was war überraschend, neu, wichtig?
- Nutze Bilder, Metaphern, Vergleiche – aber bleib korrekt.
„Statt sich wie Sand am Boden abzusetzen, schwebt ein Teil des Mikroplastiks wie Staub im Wasser – und gelangt so weiter, als gedacht.“
🔶 5. Fazit & Ausblick (ca. 15 Sekunden)
- Was bedeutet das Ergebnis? Für die Forschung, Gesellschaft, Praxis?
- Gibt es offene Fragen oder neue Ideen?
„Wenn wir wissen, wie sich Mikroplastik verhält, können wir es gezielter herausfiltern – und damit vielleicht die Wasserqualität verbessern.“
🔶 6. Stil & Sprache
- Sprich frei, nicht abgelesen.
- Klar, lebendig, authentisch – du darfst Persönlichkeit zeigen!
- Nutze einfache Sprache, kurze Sätze, Beispiele.
- Humor ist erlaubt – solange er zum Thema passt.
🔶 7. Das Poster
- Kein klassisches Konferenzposter! Verwende:
- Große Bilder, wenig Text
- Klare Struktur (z. B. 3-Spalten-Layout: Problem – Methode – Ergebnis)
- QR-Code zur Arbeit oder Kontaktinfos
- Es soll unterstützen, nicht ablenken.
> Beispiel für Format